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Private Cloud: Gute Planung ist das A und O

by Joerg Bonarius on ‎07-28-2015 02:08 PM (1,752 Views)

Unerwartete Kosten lauern an jeder Ecke – sowohl im echten Leben, als auch in der IT. Diese Erfahrung machen gerade viele Unternehmen, die sich für eine Privat Cloud-Lösung entschieden haben. Die zu erwartenden Vorteile liegen auf der Hand. Vor allem Sicherheitsbedenken sind bei vielen Unternehmen Grund für die „private Datenwolke“. Aber der versteckten Kosten sind sich viele nicht bewusst. Und so verschlingt die Private Cloud plötzlich mehr Ressourcen als gedacht.

 

Dennoch: richtig implementiert wirken sich Private Cloud-Lösungen unmittelbar positiv auf die Leistungsfähigkeit im Unternehmen aus. Sie erhöhen beispielsweise die Serverauslastung und vertreiben gleichzeitig die größten „Virtualisierungs-Sorgenkinder“: vom Wildwuchs virtueller Maschinen bis zu verwaisten Applikationen. Anwender bekommen die gewünschten Services und Applikationen, ohne dass die eigenen IT-Ressourcen belastet werden. Und sie müssen sich nicht mehr mit langen Wartzeiten aufgrund der vielen Anfragen an die IT-Abteilung umherschlagen.

 

Was also ist die Schattenseite der Private Cloud?

 

Stellen Sie sich zum Beispiel folgendes Szenario vor: Ein Unternehmen hat gerade erfolgreich eine große VM-Serverfarm mit vielen automatisierten Beschaffungs- und Management-Funktionen für die Private Cloud errichtet. Überall befinden sich dedizierte VMs, die bestimmte Bedürfnisse erfüllen. Nutzer sind begeistert von den schnellen Antwortzeiten und die Abteilungen feiern die Kollegen aus der IT als echte ‚Business Enabler‘. Eine Win-Win-Situation?

Was ist, wenn erst im Nachhinein auffällt, dass das Rechenzentrum die zusätzliche Belastung durch die Private Cloud nicht tragen kann? Plötzlich ist das Netzwerk angesichts der neuen Servern und Anwendungen überlastet. Auch die Anforderungen an Speicher wachsen exponentiell. Und es dauert nicht mehr lange, bis das gesamte System zusammenzubrechen droht.

 

Wie geht die IT mit dieser Gefahr um?

 

Besser wäre es, von Anfang an sicher zu stellen, dass man erst gar nicht in eine Situation gelangt, in der das Netzwerk angesichts der vielen virtuellen Instanzen überfordert ist. Natürlich könnte man die virtuellen Infrastrukturen mit Tools überwachen, optimieren und verwalten. Aber besser wäre es doch, vorbeugend aktiv zu werden.

Eine der einfachsten Möglichkeiten dafür ist es, elementare Teile der Rechenzentrumsressourcen und der Infrastruktur zu trennen. So kann es sinnvoll sein, Netzwerk und Storage getrennt voneinander zu betrachten und IP-Storage ein eigenes Netzwerk zu gönnen. Dies konkurriert dann auch nicht mehr mit virtuellen Serverinstanzen oder geschäftskritischen Applikationen um Bandbreite.

 

Mit einem dedizierten IP-Speichernetzwerk ist auf einen Blick sichtbar, wie viel Ressourcen die virtuelle Infrastruktur benötigt und inwieweit die Private Cloud das Netzwerk beansprucht. Außerdem sinkt die Komplexität, so dass Probleme einfacher zu lösen sind. Und: der Speicherverkehr ist losgelöst von den Spitzenzeiten bei Private Cloud-Infrastrukturen.

 

In einem Rechenzentrum existiert kein Element für sich alleine. Jede Aktion hat Konsequenzen. So können durch die Lösung eines Problems weitere unerwartete Probleme entstehen. Durch gute und vorausschauende Planung lassen sich die Vorteile von virtualisierten und Private Cloud-Infrastrukturen nutzen, ohne dabei eine ganze Reihe unbeabsichtigter Konsequenzen zu erschaffen.