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Terabit-Demonstrator: Hochgeschwindigkeit für Forschungsprojekte

by Johannes Weingart ‎12-10-2014 11:46 AM - edited ‎12-15-2014 12:29 AM (910 Views)

Daten, Daten, Daten – in Forschungsprojekten von Universitäten oder anderen wissenschaftlichen Einrichtungen ist die schnelle Übermittlung und die Hochverfügbarkeit von gigantisch großen Datenmengen zentral. Eine besondere Herausforderung ist es, wenn Petabytes von Forschungsdaten bei Verbundprojekten über mehrere Standorte hinweg schnell gesammelt, geteilt und durch die Mitarbeiter analysiert werden müssen.

 

Ein beeindruckendes Beispiel für den Datendurchsatz moderner Netzwerkinfrastrukturen ist ein deutsches Projekt, das kürzlich auf der Supercomputing Conference in New Orleans vorgestellt wurde: der Terabit-Demonstrator. Ende November präsentierte die TU Dresden gemeinsam mit dem Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart sowie den Industriepartnern Deutschen Telekom und Brocade erstaunliche Datendurchsatzraten: Über eine Strecke von 1.000 Kilometern (zwischen Dresden und Stuttgart) wurde eine Datenübertragung von bis zu 1 Terabit/Sekunde möglich. Grundlage hierfür war die Infrastruktur des europäischen SASER-Projektes, das sich mit der Leistungssteigerung von Glasfaserkabeln befasst.

 

Spannend aus technologischer Sicht: Das Projekt ist ein Musterbeispiel für den Einsatz von Software-Defined Networking (SDN) und die Orchestrierung von Traffic. Über eine Management Applikation konnte die Datenübertragung zwischen Dresden und Stuttgart in Echtzeit überwacht und gesteuert werden – alles mittels eines webbasierten Portals. Dank der Visualisierung der Datenströme konnte der Einfluss der Steuerung der Datenströme sowie die Auslastung des Netzwerks einfach überwacht werden.

 

Terabit_Foto.jpg

 

 

Brocade steuerte MLXe-Router und VDX-Switche zu dem europäischen Forschungsprojekt bei. Beide Produkte unterstützen mit OpenFLow 1.3 offene Standards und stellen somit eine zuverlässige Lösung dar, mit der die notwendige Infrastruktur in relativ kurzer Zeit aufgebaut werden konnte. Auch die Skalierbarkeit der gewählten Architektur spielte eine wichtige Rolle. So steht Forschungseinrichtungen auch wirklich das Netzwerk zur Verfügung, dass benötigt wird, um die riesigen Datenmengen heutiger Forschungsprojekte auch wirklich in vollem Umfang nutzen zu können.

 

Weiterführende Informationen finden Sie hier in dem Light Reading Artikel.