Brocade Deutschland Blog

SDN und SDS schaffen agilere und flexiblere Infrastrukturen

by Ulrike Rieß on ‎02-28-2016 12:17 PM (1,332 Views)

Die im ersten Blogbeitrag genannten unterschiedlichen Ansätze sowohl für SDN und SDS zeigen, dass es keinen einzigartigen Weg für die Transition zum SDDC gibt. Hinzu kommt, dass sich die Industrie weder auf eine einheitliche und konkrete Definition oder gar damit verbundene Standards einigen kann.

 

Keine Standards, keine Definition, viele Ideen

Das lässt den Anwender mit einem alten Problem beziehungsweise einer bekannten Frage aus der „Open“ IT-Welt zurück: Wie funktioniert die Interoperabilität? Können wirklich alle Komponenten unter einer Virtualisierungsschicht zusammenarbeiten? Lassen sie sich auch zentral verwalten? Sind alle Services für jeden Endpunkt/Komponente verfügbar und ist dies wirklich sinnvoll?

 

Noch wirft das Konzept des SDx (Software-defined Anything) trotz aller Vorteile viele Fragen auf und diese können derzeit nur in der Praxis und im Zusammenspiel konkreter Lösungen abgeklärt werden. Unternehmen, die sich als Pioniere hier in die Software-bestimmte Welt wagen, müssen hier sicher noch viel an Kinderkrankheiten und eine Lernkurve in Kauf nehmen.

 

Um SDDC zur Realität zu machen müssen SDN und SDS zusammenspielen und eine Einheit bieten. Da beide Seiten derzeit oft separat betrachtet werden, ist hier der Schulterschluss noch schwierig.

 

Hinzu kommt, dass SDN erst entsprechende Aufmerksamkeit bekam und mehr Bedeutung erlangte, als bei Storage-Entwicklungen der enorme technologische Schub einsetzte. Hier wird das Thema seit langem diskutiert und mit Produkten adressiert. Obwohl SDN auch seit längerem ein Thema ist, nimmt es doch scheinbar mit Verspätung an Fahrt auf.

 

Vorteile von SDx nicht nur für Cloud-Anbieter

Derzeit wird in den Medien, aber auch bei den Herstellern, viel über die Vorteile für Cloud-Provider berichtet. Da diese Multi-Tenant-Umgebungen mit verschiedenen Services, Service-Level-Agreements und Kapazitäten bedienen und verwalten müssen, kommen alte Infrastrukturarchitekturen schlichtweg aufgrund ihrer Behäbigkeit mit den Anforderungen dieser hochdigitalisierten Welt nicht mehr mit. Genaues Provisionieren und Abrechnen, schnelles Skalieren, einfache Einbindung neuer Ressourcen oder agile Netzwerke, die schnell auf sich verändernde Traffic-Anforderungen reagieren können, sind nur einige der Vorteile von SDx.

 

Aber genau diese Anforderungen treten mittlerweile in fast allen Unternehmen auf, unabhängig ob eine Cloud-Infrastruktur angeboten oder genutzt wird. Viele Firmen sehen sich unter Druck, neue und agilere Geschäftsmodelle aufzubauen und dies funktioniert nur, wenn die IT-Struktur darunter ebenso flexibel ist, wie es das Business-Modell sein soll.

 

Software-defined wird über kurz oder lang ein Muss in den Rechenzentren des Heute und Morgen. Aber keine Angst vor SDx, denn eigentlich wurde Hardware schon immer über die Software bestimmt, allerdings auf proprietärer Basis. SDx öffnet nun die Systeme/Lösungen für eine digitale Welt, die ebenso offen, umfassend und Service-orientiert sein muss wie seine Nutzer.

 

Vor allem Cloud-Provider beziehungsweise deren Kunden können von SDS und SDN profitieren.

 

Über Ulrike Rieß

Ulrike Rieß arbeitet seit 15 Jahren als Journalist in der Speicherbranche und berichtet sowohl über Enterprise- als auch Consumer-Produkte. Darüber hinaus schreibt sie über Netzwerktechnologien, Server und Security-Themen. Seit 2004 arbeitete Ulrike Rieß als freiberufliche Journalistin unter anderem für speicherguide.de, Computerwoche, c’t, IX, Informationweek, Network Computing, Computer Reseller News und die IX. Bei speicherguide.de fungierte sie ebenso als Herausgeber.