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OpenStack: Sonnige Aussichten für die Cloud

by Joerg Bonarius on ‎09-08-2014 08:49 AM (1,977 Views)

Mit Open Source-Projekten ist es ja immer so eine Sache: Entweder sie verfallen nach einigen Monaten der Anfangseuphorie in den Dornröschenschlaf oder sie werden schnell erfolgreich, so dass es oftmals „politisch“ wird und ein Gerangel zwischen Herstellern entsteht. Ein positives und sehr aktives Gegenbeispiel ist hingegen das Cloud-Infrastruktur-Projekt OpenStack. Gegründet 2010 von der NASA sowie einem US-amerikanischen Webhoster, sind mittlerweile rund 16.000 Entwickler und Spezialisten an der Entwicklung der softwarebasierten Cloud Computing Plattform beteiligt.

 

Eines der Grundprinzipien der OpenStack-Community: Das Projekt ist kein heiliger Sakralbau, sondern ein lebendiger Bazar. Dies bedeutet, dass jeder an der Entwicklung aktiv teilhaben kann, den Code verbessern oder auch Bugs finden darf. Auf diese Weise bleiben das Projekt und seine Fortschritte transparent. Darüber hinaus finden zwei Mal im Jahr sogenannte „Design Summits“ statt. Dort können Entwickler über mehrere Tage an Vorträgen teilnehmen und die neuesten Anforderungen an OpenStack diskutieren. Brocade ist seit 2011 Teil der Allianz und unterstützt OpenStack mit verschiedenen Ansätzen, darunter dem Dynamic Network Resource Manager (DNRM), der das Management und die Bereitstellung von physikalischen und virtuellen Netzwerk-Ressourcen innerhalb der Cloud vereinfacht.

 

Doch wo liegen die Vorteile von OpenStack? Hauptvorteil ist wie bei allen offenen Technologien, dass Organisationen Cloud-Modelle unkompliziert einführen können. Zum einen ist die Anbindung an bereits bestehende IT-Infrastrukturen mit OpenStack erheblich einfacher. Dies ist vor allem bei komplexen IT-Umgebungen relevant. Denn heutige Rechenzentren enthalten eine Vielzahl an Komponenten: von unzähligen Servern über Storagelösungen und Sicherheitsapplikationen – ein großer Teil davon auf virtuellen Maschinen oder im virtuellen Netzwerk. OpenStack ist als quelloffener Standard unabhängig vom Hersteller – und ermöglicht damit skalierbare und agile Lösungen. Dank der großen Community bleibt auch gewährleistet, dass die verschiedenen Komponenten weiterentwickelt werden. Und nicht zuletzt überzeugen OpenStack bzw. virtualisierte Services auf der Kostenseite, da sowohl bei einer reinen Open-Source-Lösung als auch bei einem kommerziellen Open-Source-Angebot die Kosten für proprietäre Software (Lizenzen) geringer ausfallen.

 

Brocade setzt sich für offene Initiativen wie OpenStack oder auch OpenDaylight ein. Im Video erklärt Geoff Arnold, Solutions Architect bei Brocade, wie der Dynamic Network Resource Manager (DNRM) Kunden dabei unterstützt, flexible und agile Cloud-Generationen aufzubauen.