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Mehr als nur ein Konzept: Das Software-Defined Data Center

by Christopher Feussner on ‎09-15-2014 10:48 AM (1,746 Views)

Software-Defined Data Center - kurz SDDC: Ein Begriff, der immer häufiger in der Netzwerk-Welt auftaucht und als Gipfel der Virtualisierung gesehen werden kann. Ein SDDC umfasst die verschiedenen Teilelemente eines Netzwerks, die nach und nach virtualisiert als Software zur Verfügung gestellt werden. Es lohnt sich, einen genaueren Blick auf diese Entwicklung zu werfen: Aus welchen Komponenten besteht ein softwarebasiertes Rechenzentrum genau und welche Vorteile bringt es mit sich?

 

Bereits weit in Unternehmen verbreitet und am häufigsten im Einsatz sind virtualisierte Server. Firmen haben erkannt, dass sie durch die Minimierung des Hardware-Bestands deutlich von einer Kostenreduktion und einer einfacher handhabbaren Administration der IT profitieren. Wenn es um das Thema Big Data und die schnelle Zunahme an Datenmengen geht, ist die Virtualisierung von Speichern, auch bekannt als Software-Defined Storage (SDS), ein ebenfalls interessanter Aspekt. Zum einen zentralisieren SDS-Plattformen die Daten, so dass der Zugang vereinfacht wird und mehrere Nutzer jederzeit darauf zurückgreifen können, andererseits sorgt eine softwarebasierte Speicherstruktur für die notwendige Ausfallsicherheit, um den Zugriff jederzeit zu garantieren. Jüngstes Element im Software-Defined Data Center ist Software-Defined Networking (SDN). Durch die Trennung von Kontroll- und Datenebene erhalten softwaredefinierte Netzwerke ein hohes Maß an Flexibilität und Agilität und sind nicht nur planbarer, sondern auch von einer Zentrale aus steuerbar. Großer Vorteil des SDDC-Konzepts ist, dass  Komponenten aus Legacy-Netzwerken mit Cloud Computing-Services kombiniert werden können und eine vollkommene Unabhängigkeit von spezialisierter Hardware erlauben.

 

Noch sind die Kernelemente des SDDC unterschiedlich stark verbreitet, doch der Trend entwickelt sich zum virtualisierten Rechenzentrum. Um den neuen Anforderungen gewachsen zu sein, bietet die Kombination aus virtualisierten Servern, Storage-Services und Netzwerken die ideale Basis. Langfristig gesehen wird das SDDC den Unternehmen durch eine erhebliche Komplexitätsreduktion in IT-Prozessen und sinkenden Kosten in der Netzwerk-Unterhaltung deutliche Wettbewerbsvorteile bringen.

 

 

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