Brocade Deutschland Blog

Automotive IT oder Science Fiction?

by Joerg Bonarius on ‎05-13-2015 11:23 AM (1,315 Views)

Die CeBIT ist zwar schon eine Weile her, aber ein Thema beschäftigt mich weiterhin: Automotive IT. Im Rahmen des automotiveIT Kongresses waren wir von Brocade mit dabei, als sich alles um die Zukunft der Automobilindustrie und die Rolle der IT drehte. Auf dem IT-Gipfel der Automobilindustrie schlechthin ging es nicht nur darum, die enorme Bedeutung des Themas hervorzuheben, sondern auch welche Chancen und vor allem Herausforderungen sich für die IT in den nächsten Jahren ergeben werden. Die IT – das betrifft natürlich auch das Netzwerk.

  

Brocade auf dem automotiveIT Kongress 2015 @ CeBIT

 

Inwiefern? Denken Sie zum Beispiel an die – technologisch gesehen – „Haute Couture“ der Automobilindustrie: Selbstfahrende Autos. Hier wird die Idee der Connected Devices auf die Spitze getrieben und das Netzwerk trägt einen großen Teil der Verantwortung. Stellen Sie sich vor, dass sich Kinder, ältere Personen oder körperlich eingeschränkte Menschen in vielleicht gar nicht allzu langer Zeit unabhängig auf unseren Straßen bewegen können in einem selbstnavigierenden Auto, das zu jederzeit über die Straßenbedingungen, Wetterverhältnisse oder Geschwindigkeit der Autos im Umkreis Bescheid weiß. Da fällt natürlich eine extrem große Menge an Daten an – Big Data und M2M-Kommunikation par excellence. Dabei geht es nicht nur um die Daten, die das Auto empfängt, sondern auch um die, die selbst produziert. In beide Richtungen muss die Übertragung für die „Connected Cars“ reibungslos  funktionieren. Und das verlangt dem zugrundeliegenden Netzwerk einiges ab: Bandbreite ist gefragt. Die Netzwerke müssen extrem zuverlässig sein, damit Daten in jeder Situation von jedem Fahrzeug gleichzeitig und schnell übertragen werden können. Auch wenn es in der Automobilbranche bereits einige weit verbreitet Features gibt, die das menschliche Eingreifen überflüssig werden lassen (Beispiel: selbstparkende Autos), so sind Netzwerke noch lange nicht bereit für einen fahrerlosen Straßenverkehr. Städte und Regierungen müssen ein schnelles und skalierbares Netzwerk garantieren, sonst dürfen fahrerlose Autos nicht auf die Straßen gelassen werden, ganz egal wie hochentwickelt die Fahrzeugtechnologie selbst ist.

 

„Höchste Sicherheit“! auf dem automotiveIT Kongress – Ein Motto, das für Fahrzeuge wie IT gleichermaßen gilt

 

Netzwerke brauchen nicht nur mehr Bandbreite: virtualisierte und softwarebasierte Technologien geben die Fahrtrichtung an. Nur so bieten sie die Automatisierung und Dynamik, die für eine reibungslose M2M-Kommunikation benötigt wird. Bei Brocade sprechen wir hier von einer neuen Netzwerk-Ära, in die Trends wie Connected Cars, Industrie 4.0 oder – noch allgemeiner – die Third Platform eingebettet sind: The New IP. Das Konzept des New IP spielt eine große Rolle, wenn es um die Realisierung des fahrerlosen Straßenverkehrs geht. Doch reden wir keinesfalls von Science Fiction – hier geht es um eine reale Herausforderung, aber auch um eine Chance. Die Automobilindustrie kann einer der großen Innovationstreiber für das Netzwerk werden.  Und in diesem Fall ist die Frage nach dem Huhn und dem Ei keine schwere: zuerst kommt das Netzwerk, denn ohne die entsprechende Basis ist in der IT sowieso nichts möglich.